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Nicht alles, was wie ein Auto aussieht, ist auch eins... ...und das ist auch bei einem Fahrrad nicht sehr viel anders.
Wer die Frage "Was ist ein gutes Rad?" an 10 verschiedene Menschen richtet, wird 12 unterschiedliche Antworten erhalten, zu sehr gehen da Geschmäcker und Ansprüche auseinander. Ein pauschal gutes oder schlechtes Rad gibt es unser Meinung nach auch gar nicht, es gibt nur "gut" oder "schlecht" für einen bestimmten Zweck. Die Beanspruchung eines Rades sollte die Qualität seiner Bauteile bestimmen. Diese Beanspruchung legt in direkter Linie auch gleichzeitig den Preis des Rades fest, da die besseren Bauteile (in den meisten Fällen) auch die teureren sind. Genau gesagt wird durch den geplanten Einsatzzweck nur das nötige Qualitäts-Minimum festgelegt: Würde diese Grenze unterschritten, ist der spätere Ärger unausweichlich. Aber nach oben hin gibt es noch einen großen Spielraum für Sicherheitsreserven oder Komfort. Gerade ein eventueller Zusatznutzen, den ein Fahrrad bieten soll und besonders der Komfortanspruch sind oft sehr schwer zu bewerten: Eine bestimmte Bremsleistung läßt sich in einem Beratungsgespräch noch sehr gut begründen, aber muß dieser Bremsweg unbedingt mit einem einzigen Finger an einem High-Tech-Bremshebel erzeugt werden, oder darf es auch die ganze Hand an einer sehr guten normalen Bremsanlage sein? Leider wird dieser Unterschied aber oft in der falschen Preislage vermutet! Die Preisschilder der meisten Fahrräder lassen den Laien zu unrecht vermuten, daß bereits für 299 € das "normale sehr gute" Rad zu haben ist und demzufolge über 499 € der unnötige Luxus beginnen würde. |
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