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Checkliste Kinderanhänger-Kauf
 

 

Die persönliche Checkliste zum Hängerkauf sollte folgende sieben Punkte enthalten:

  • Fahrgastraum
  • Gepäckvolumen
  • Fahreigenschaften
  • Zusammenfalten
  • Kupplung
  • Zubehör / Erweiterungsmöglichkeiten
  • Handhabung und Verarbeitungsqualität


1. Fahrgastraum

(oder: Wer soll transportiert werden?)

Die Größe des Fahrgastraumes ist natürlich eines der wichtigsten Maße. Um Hänger gut miteinander vergleichen zu können, haben wir uns eine eigene, praxisnahe Berechnungsart für ein "Fahrgastraumvolumen" zugelegt:

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  • Die Höhe des Fahrgastraumes zählen wir dabei nur soweit, wie der Kopf noch gute 30 cm Platz zwischen Lehne und Windschutzscheibe hat.
  • Die obere Tiefe des Innenraumes beträgt, wie gerade beschrieben, immer 30 cm. Die untere Tiefe entspricht der wirklich möglichen Beinlänge des Kindes, was daher nicht mit der reinen Innenraumtiefe übereinstimmen muß.
  • Die Breite messen wir auf 2/3 der Kopfhöhe, auf der sich in etwa die Schultern der Kinder befinden.

Aus diesen drei (bzw. genaugenommen vier) Maßen ergibt sich das Fahrgastraum - Volumen. Je nach Hänger schwankt dieser Wert zwischen 97 und 219 Litern, also von "gerade mal ein kleines Kind" bis "bequem zwei größere Kinder".

Vom Komfort des Sitzes hängt es dann ab, ob die Fahrgäste nicht nur reinpassen, sondern auch drinbleiben...

2. Gepäckvolumen
(oder: Was soll sonst noch mit?)

Der "Koffer"-Raum wird wie beim Auto ebenfalls in Litern gemessen. Es finden sich hier Größen zwischen 0 (null) und 65 Litern, wobei natürlich auch die zulässige Gesamtzuladung beachtet werden muß, die durchweg bei 45-50 kg liegt.


3. Fahreigenschaften
(oder: Wohin soll's gehen?)

Die Qualität des Fahrwerks, das Leergewicht und die Gesamtmaße bestimmen, ob der Hänger nur kurz gemütlich im glatten Flachland oder auch länger flott über Hügel wandert.

Ob ein Hänger bereits im leeren Zustand mit 9 oder 16 Kilogramm Leergewicht am Zugfahrrad zerrt, macht sich schon sehr stark bemerkbar. Kommt dann noch eine schwache Deichsel hinzu, "pumpt" ein Hänger beim Fahren ständig unangenehm vor- und zurück.

Das Vorhandensein einer aktiven Federung mit aufwendigen Stoßdämpfen ist für das Fahrverhalten und die Bequemlichkeit der Passagiere relativ unwichtig, denn die passive Federung durch den nicht allzu starren Aufbau der Hänger reicht meist völlig aus.

Eine Auflaufbremse wie bei PKW-Hängern sollte eigentlich eine bessere Investition sein. Sie würde bei einem scharfen Bremsmanöver aus höherer Geschwindigkeit verhindern, daß der Hänger das Zugfahrzeug unkontrolliert durch die Gegend schiebt. Leider sind separate Hängerbremsen immer noch sehr selten anzutreffen und wenn, dann nur mit saftigen Aufpreisen und darüber hinaus sogar meistens noch nicht einmal technisch überzeugend. Unsere Empfehlung daher (zur Zeit): das Geld in eine Verbesserung des Zugfahrzeuges investieren und nicht ganz so rasant fahren...


4. Zusammenfalten
(oder: Wohin mit dem Ding danach?)

Aus den meisten Hängern läßt sich nach Gebrauch in drei Schritten die "Luft 'rauslassen":

  • Verdeck zusammenfalten
  • Deichsel abnehmen
  • Laufräder herausnehmen

Je nach Konstruktion des Hängers ist das Endergebnis mehr oder weniger schnell und komfortabel zu erreichen und ergibt auch stark unterschiedlich kompakte Packmaße zwischen 135 und 320 Litern.


5. Kupplung

Praktisch alle Deichseln von Kinderanhängern werden an der linken Seite des Zugfahrrades im Bereich der Hinterachse am Rahmen befestigt, und zwar mit Klauen oder mit Kupplungen. Bei beiden Bauformen sollte man darauf achten, daß ein Hinterbauständer möglich bleibt, mit dem ein Gespann besonders sicher steht.

Bei den zweiteiligen Kupplungen verbleibt ein Bauteil fest am Zugrad und das Deichselende wird dort angedockt. Sollen abwechselnd mehrere Räder einen Hänger ziehen, muß sinnvollerweise für jedes Rad eine Kupplungshälfte gekauft werden. Bei der Konstruktion dieser Kupplungen gibt es soviele Bauarten, wie es Hersteller gibt. Viele Hänger werden aber auch mit der universellen "Weberkupplung" angeboten, die besonders komfortabel und auch abschließbar ist, leider aber auch am teuersten ist.

Einteilige Klauen verbleiben nach der Trennung vom Zugfahrad vollständig an der Hängerdeichsel, sind aber meist etwas umständlicher zu handhaben.


6. Zubehör
(oder: Darf's etwas mehr sein?)

Viele Hänger lassen sich mit speziellem Zubehör blitzschnell zum Kinderwagen erweitern, sind also nach dem Abhängen sehr gut zu schieben. Diese Option ist besonders verlockend, meist sind jedoch die Hänger, die eine spätere Erweiterung zum Kinderwagen zulassen, bereits in ihrer Basisversion erheblich teurer, als ihre Kollegen, bei denen das gar nicht erst möglich ist.

Die Varianten, bei denen das zusätzliche Stützrad an der Deichsel angebracht ist (so wie auf dem Foto), sind meist nicht so gut zu schieben und so wendig. Am Besten sind zwei Stützräder direkt an der Wanne.


7. Verarbeitung
(oder: Was muß der Hänger aushalten?)

Letztlich ist auch die Verarbeitung des Hängers in allen Details wichtig. Fahrzeuge, die täglich bei Wind und Wetter gequält werden, können schon etwas strapazierfähigere Planen ein paar Nähte zusätzlich gebrauchen.

Feste Bodenwannen sind strapazierfahiger und ermöglichen einen besseren Lastentransport. Sie erhöhen aber das Gewicht und machen sich oft durch rumpelnde Laufgeräusche bemerkbar. Die besseren Planenkonstruktionen verkraften auch ohne solche Verstärkungen einen Wocheneinkauf mühelos, im Zweifelsfall die Klopapierrollen ganz nach unten legen. Man sollte daher gründlich in sich hineinhorchen, wie oft es wirklich vorkommt, daß man Gartenabfälle oder mehr als zwei Getränkekisten gleichzeitig transportiert.

 

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