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Sicherheitsvergleich Kinderanhänger/-sitze
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Crashtests belegen, daß Kinder in Kinderanhängern sicherer sind als in Kindersitzen! Diese Tests wurden vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegeben und von der Bundesanstalt für Straßenwesen und dem RWTÜV in Essen durchgeführt. Es wurden verschiedene Unfalltypen simuliert: Frontalkollisionen mit anderen Fahrzeugen, Auffahrunfälle und Seiten-Crashes, ebenso Fallversuche und Überschläge. Die Passagiere waren Dummy-Puppen, die in ihrer Größe Kindern im Alter von 18 Monaten, drei und sechs Jahren entsprachen.. Die größte Gefahr bei Kindersitzen stellt demnach das Herausschleudern der Kinder mit der entsprechenden Fallhöhe auf die Straße dar, besonders, wenn anschließend noch das Fahrrad auf die kleinen Passagiere fällt. Ein Kinderanhänger-Insasse dagegen kommt nur selten in direkten Kontakt mit dem anstoßenden Fahrzeug und die Verformungen am Hänger dämpfen sogar die Wucht eines Aufpralles. Ausschlaggebend für das Verletzungsrisiko im Hänger sind besonders die Quälität der Gurte, die Sitzposition, eine ausreichende Kopffreiheit im Falle eines Überschlages und die die Steifheit des Hängeraufbaus. Darüberhinaus spielt auch die Bremsen-Qualität des Zugfahrzeuges und das Vorhandensein einer Auflaufbremse eine Rolle, inwieweit brenzlige Fahrsituationen kontrollierbar bleiben. Die Testergebnisse wurden übrigens den Hänger-Herstellern mitgeteilt und die Prüfverfahren sollen auch für eine entstehende DIN-Norm für Fahradanhänger verwendet werden. Weitere Informationen sind im Bericht "Sicherheit des Transports von Kindern auf Fahrrädern und in Fahrradanhängern" nachzulesen (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Straßenwesen, ISBN 3-89701-210-3. Das Heft kann beim NW-Verlag bezogen werden, ist aber auch bei uns im Laden einzusehen.) (aus: Radwelt, Heft 1/1999) |
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Drei Jahre vor dem o.g. Test behandelte das Allianz-Zentrum für Technik das gleiche Thema. In 27 vergleichenden Chrashtests wurden drei typische Unfallsituationen untersucht: Abbiegeunfall, Kollision mit einer geöffneten Autotür und Aufprall eines Autos seitlich in ein Fahrrad. Ergebnis: Beim Transport mit dem Fahrrad sind Kinder am sichersten in einem Kinderanhänger aufgehoben. Die Testpuppen im Anhänger erlitten nur geringe Blessuren, während die Kindersitz-Kandidaten (besonders ohne Helm!) schlimmer dran waren. (Die Unfallforscher raten übrigens auch bei Hängerbenutzung zu einem Helm.) Beim Seitenaufprall-Versuch wurden die Anhänger entgegen den Befürchtungen vom PKW nicht überrollt, sondern nur weggeschoben. Beim Kindersitz stellte sich übrigens der entgegen der Fahrtrichtung angebrachte Vordersitz als sehr gefährlich heraus. Die Montage der Vordersitze in Fahrrichtung, also zwischen Lenker und Sattel, soll die Sicherheit nicht wesentlich erhöht haben. Die Kindersitze hinten (auf oder über dem Gepäckträger) schnitten besser ab, allerdings nicht so gut, wie in einem guten Kinderanhänger. (aus: Neue Osnabrücker Zeitung, 27.02.99) |
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Sicherheitsvergleich Kinderanhänger/-sitze
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