Peters Fahrradladen / 25 Jahre... /
Sondermodell  B(l)ack to the roots
 

 

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*) = Jetzt sind es schon über FÜNFundzwanzig Jahre und das Sondermodell BTTR gibt es immer noch! Es hat getreu der A-Modell-Philosophie aber einige zwischenzeitlich neu auf den Markt gekommenen Bauteile spendiert bekommen. Es sind dies der geniale geschlossene Kettenkasten Chainglider und einen Leuchtdioden-Scheinwerfer mit vorderer Standlichtfunktion.

 

Scheibenbremsen, Federgabel und 27 Gänge hat es bewußt nicht - das hammerbacher B(l)ack to the roots.

„B(l)ack to the roots" darf aber auf gar keinen Fall mit „altmodisch" übersetzt werden! Dieses Modell soll etwas fast Vergessenes wiederbeleben: Einfach nur aufsteigen und sehr gut fahren!

Das B(l)ack to the roots ist also kein Rückschritt in die Vergangenheit, sondern es verbindet bewährte Erfahrungen mit guten Dingen, die erst in der jüngeren Zeit auf dem Markt erschienen sind.

 

Kein ofenrohrdickes Aluminium, sondern klassische Chrom-Molybdän-Rohre bilden das Kernstück dieses Rades. Der bequeme, einladende Durchstieg steht hier deshalb nicht in einem Widerspruch zu einem ruhigen Fahrverhalten. Dazu tragen auch die ausgewogene Rahmengeometrie und die zusätzlichen Verstrebungen im Hinterbau bei. Rahmen und Gabel sind versiegelt mit einer Flutgrundierung und einer strapazierfähigen Pulverbeschichtung, denn 15 Jahre Rahmengarantie sind eine lange Zeit...

Keine beweglichen Teile, keine exotischen Gelenke, keine Wartung: Bei der Federung setzt das B(l)ack to the roots auf modernste Reifentechnik. „Dicke Reifen rollen schwer" gilt nicht für den Schwalbe „Big Apple", und nichts spricht feinfühliger auf Unebenheiten an, als Luft. Fast 50 Millimeter Federweg unter der Felge bügeln Kopfsteinpflaster besser glatt, als es eine Federgabel könnte.
Die Erschütterungen, die an diesem Polster dennoch vorbeikommen sollten, müssen spätestens am Sattel Lepper „Drieveer 90" kapitulieren. Es wäre absolut unnötig, hier eine gefederte Sattelstütze einzubauen! Das helle Kernleder des Sattels fühlt sich zudem genauso angenehm an, wie die dazu passenden Ledergriffe am Lenker.

Drei gut abgestimmte Gänge, seit hundert Jahren bewährt, mehr braucht dieses leichtlaufende Gefährt eigentlich nicht, aber es gibt natürlich auf Wunsch auch andere Schaltungen. Meist unbeachtet, aber absolut nicht unwichtig: Die Kette, die den Antrieb ohne nennenswerte Verluste von der edlen SORA-Kurbel zum Hinterrad bringt. Hier versieht die legendäre Rohloff SLT-99 ihren Dienst. Normalerweise ebenso unbeachtet drehen sich bei jeder einzelnen Kurbelumdrehung auch die Pedale einmal um sich selbst. Auch diese unscheinbaren Bauteile wurden mit leichtlaufenden Lagern ausgerüstet.

Selbst im Dunkeln bleibt es bei diesem leichten Lauf: Der Nabendynamo im Vorderrad besitzt zwar einen Schalter, aber man wird im Hellen bestimmt oft vergessen, ihn abzuschalten...  

Die Handbremse, ein stiefmütterlich behandeltes Bauteil fast aller Räder, die sich hauptsächlich auf eine Rücktrittbremse verlassen, funktioniert hier hydraulisch. Das bedeutet: praktisch wartungsfrei, gut dosierbar und kräftig zupackend trotz geringer Bedienkräfte

Unübertroffen bequem ist auch das Schloß Basta Click-Booster. Lediglich zum Öffnen muß der Schlüssel aus der Tasche geholt werden, zum Abschließen wird einfach nur der Schwenkbügel zugedrückt
Da das B(l)ack to the roots eine Sonder-Edition des hammerbacher „Modell A" darstellt, gehören zur weiteren Ausstattung selbstverständlich Hohlkammerfelgen, Nirospeichen, zweiadriges Lichtkabel, selbstsichernde Edelstahl-Verschraubung, ein superstabliler Gepäckträger und Hinterbauständer sowie ein Dioden-Standlicht.

Kein Bauteil läßt also übertriebene Technik erkennen, nur bewußten Luxus an allen wichtigen Stellen.

Zugegeben, das B(l)ack to the roots ist kein Rad, das sich für jeden Fahrstil eignet.

Aber Hand aufs Herz: was braucht man weniger?


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